FAQ zu Festgeld & Sparkonto
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Festgeld, Tagesgeld und Sparkonto.
Häufig gestellte Fragen
FAQ zu Festgeld & Sparkonto
Was ist Festgeld?+
Festgeld ist eine Geldanlage bei einer Bank, bei der ein bestimmter Betrag für eine im Voraus festgelegte Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt wird. Es bietet in der Regel höhere Zinsen als ein Tagesgeldkonto, dafür ist das Kapital bis zum Laufzeitende gebunden.
Was ist der Unterschied zwischen Sparkonto und Festgeld?+
Ein Sparkonto — in Deutschland fast immer als Tagesgeldkonto — bietet einen variablen Zins bei täglicher Verfügbarkeit ohne Kündigungsfrist. Festgeld läuft mit fest zugesagtem Zins über einen vorher vereinbarten Zeitraum; eine vorzeitige Verfügung ist im Regelfall ausgeschlossen.
Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?+
Tagesgeld = variabler Zins, jederzeit verfügbar. Festgeld = fixer Zins über die gesamte, vorher gewählte Laufzeit, dafür ist das Kapital bis zum Laufzeitende gebunden. Festgeld verzinst in der Regel besser, Tagesgeld ist flexibler.
Kann ich jederzeit über mein Sparguthaben verfügen?+
Auf einem Tagesgeldkonto ja, ohne Kündigungsfrist und ohne Zinsverlust. Beim klassischen Sparbuch gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist für Beträge über 2.000 € pro Kalendermonat — darunterliegende Beträge kosten Vorschusszinsen.
Für wen lohnt sich ein Sparkonto?+
Als Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben und als Zwischenparkplatz für Geld, das mittelfristig anderweitig gebraucht wird. Für einen konkreten Zeithorizont von 12 Monaten oder länger bringt Festgeld in der Regel einen deutlich höheren Zins.
Warum sinkt mein Tagesgeldzins nach ein paar Monaten?+
Viele Banken werben mit einem Neukundenzins, der nur 3 bis 6 Monate gilt und meist auf einen Höchstbetrag gedeckelt ist (häufig 100.000 €). Danach fällt der Zins auf den Bestandskundensatz — vor Vertragsabschluss lohnt es sich, genau diesen Bestandskundenzins zu vergleichen.
Wie werden Zinsen aus Festgeld und Tagesgeld in Deutschland besteuert?+
Identisch: 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, ggf. Kirchensteuer (8 % oder 9 %). Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) lässt sich per Freistellungsauftrag nutzen.
Ist Festgeld sicher?+
Ja. Alle Festgeldkonten europäischer Banken unterliegen einer gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 € pro Kunde und Bank. Bei einer Bankinsolvenz wird das Guthaben bis zu dieser Grenze entschädigt.
Kann ich Festgeld bei einer ausländischen Bank eröffnen?+
Ja. Dank der Kapitalverkehrsfreiheit in der EU können Sie ein Festgeldkonto bei jeder Bank im EU-Raum eröffnen. Die Einlagensicherung des jeweiligen Herkunftslands greift bis 100.000 € pro Kunde.
Sind europäische Festgeldangebote genauso sicher wie deutsche?+
Ja. Alle EU-Länder setzen die Richtlinie 2014/49/EU um, die Einlagen bis 100.000 € pro Einleger garantiert. Für Länder außerhalb der EU (z. B. Vereinigtes Königreich oder Schweiz) gelten eigene nationale Regelungen.
Welches sind die besten Festgeldangebote über 12 Monate?+
Zu den wettbewerbsfähigsten Angeboten 2026 zählen Zinsen zwischen 2,00 % und 3,50 % p.a. brutto für 12 Monate — sowohl bei deutschen Direktbanken (Consorsbank, IKB) als auch bei europäischen Instituten (Klarna, Advanzia, Renault Bank).
Lohnt sich Festgeld über 24 oder 36 Monate?+
Längere Laufzeiten bieten in der Regel höhere Zinsen. Sie eignen sich, wenn Sie das Kapital mittelfristig nicht benötigen und einen stabilen Zinssatz absichern möchten — insbesondere in Phasen sinkender Marktzinsen.
Kann ich Festgeld vorzeitig auflösen?+
Das hängt vom Vertrag ab. Die meisten deutschen Banken schließen eine vorzeitige Verfügung aus oder erlauben sie nur in Härtefällen mit vollständigem oder teilweisem Zinsverlust. Europäische Institute erlauben eine Auflösung eher, verlangen dafür aber oft eine Vorschusszinsstrafe von 30 bis 90 Tageszinsen.
Wie hoch ist die tatsächliche Rendite bei Festgeld?+
Die Nettorendite ergibt sich, indem Sie vom Bruttozins die Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. 5,5 % Soli abziehen. Ein Festgeld zu 3 % brutto bringt somit rund 2,21 % netto — bei genutztem Sparerpauschbetrag entsprechend mehr.
Kann ich mehrere Festgeld- oder Tagesgeldkonten gleichzeitig führen?+
Ja, es gibt keine gesetzliche Begrenzung. Eine Diversifikation über mehrere Banken erlaubt es zudem, die 100.000-€-Sicherungsgrenze pro Institut mehrfach zu nutzen.
Brauche ich ein Girokonto, um ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto zu eröffnen?+
Ja. Beide Kontotypen sind an ein Referenzkonto (in der Regel Ihr Girokonto) gekoppelt, von dem der Betrag überwiesen und auf das Kapital und Zinsen zurückgebucht werden.
Welche Unterlagen benötige ich zur Eröffnung?+
Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, Ihre Steueridentifikationsnummer und die IBAN Ihres Referenzkontos. Die Legitimierung erfolgt in der Regel per VideoIdent oder PostIdent — vollständig online.
Sind die Festgeldzinsen fest oder variabel?+
Beim Festgeld ist der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fest garantiert. Beim Tagesgeld kann die Bank den Zins jederzeit anpassen, meist mit kurzer Vorankündigung.
Ist Festgeld besser als eine Bundesanleihe?+
Festgeld garantiert das Kapital bis 100.000 € und einen festen Zins. Bundesanleihen sind ebenfalls sehr sicher, können aber Kursschwankungen aufweisen, wenn sie vor Fälligkeit verkauft werden. Für passive Sparer ist Festgeld einfacher zu handhaben.

